Der EHC Königsbrunn hat die packende Partie in der Eishockey-Bayernliga gegen die Sharks des ESC Kempten knapp für sich entschieden. Vor 404 Zuschauern setzten sich die Brunnenstädter am Sonntagabend mit 4:3 durch. Trotz personeller Wechsel sicherte sich der EHC drei wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze.
Ein intensiver Start und schneller Schlagabtausch
Beide Mannschaften starteten mit viel Tempo und Kampfgeist in die Partie. Der EHC hatte in der siebten Minute seine erste große Torchance, ansonsten hatten die Gäste mehr vom Spiel. Sowohl die Königsbrunner als auch die Sharks leisteten sich viele Fehlpässe im Aufbauspiel. Den ersten Treffer markierte Kempten in der zwölften Spielminute: Die Sharks nutzten einen Fehler der Brunnenstädter eiskalt zur 1:0-Führung. Nur zwei Minuten später fanden die Gastgeber die passende Antwort. Nach einem starken Zuspiel von Justin Maylan zog Stefan Rodrigues vors Tor und schob die Scheibe zum 1:1 ein. Kurz vor der Pause geriet der EHC in einen Konter, bei dem die Sharks zu dritt ins Königsbrunner Drittel vorstießen und zum 2:1 für die Gäste abschlossen. Bis zur ersten Pause fielen keine weiteren Treffer.
Farny sorgt für die Wende im Powerplay
Im Mittelabschnitt hatten beide Mannschaften sehr gute Torchancen, die zunächst ungenutzt blieben. In der 30. Spielminute boten sich dem EHC gleich zwei gute Möglichkeiten, doch der nächste Treffer fiel erst eine Minute später. Nach einem langen Pass von Niklas Länger auf Marco Riedl legte dieser für Marco Sternheimer ab. Sternheimer ließ sich die Chance nicht entgehen und netzte mit viel Tempo zum 2:2 ein. Kurz vor der Pause ging der EHC in Überzahl erstmals in Führung: In einer unübersichtlichen Situation vor dem Gästetor reagierte David Farny am schnellsten und schob den Puck zum 3:2 ein. Mit dieser etwas glücklichen Führung endete der Mittelabschnitt. Kempten hatte insgesamt dreimal nur das Gestänge getroffen, während Königsbrunn weiterhin ungewohnt viele Fehler unterliefen.
Maylan trifft zur Entscheidung in der Crunchtime
Im Schlussdrittel stabilisierten sich die Brunnenstädter und hatten die Partie gut im Griff. In der 45. Spielminute wäre beinahe der nächste Treffer für den EHC gefallen, doch das nächste Tor erzielten die Sharks. In der 50. Spielminute traf Kempten mit Ablauf der einzigen Königsbrunner Strafzeit zum 3:3. Damit war die Partie wieder offen. Doch in der 56. Spielminute nutzte Königsbrunn erneut eine Strafzeit der Gäste. Nach einem Zuspiel von Niklas Länger brachte Justin Maylan den EHC mit einem platzierten Schuss mit 4:3 in Führung. Tim Bullnheimer verdeckte dem Gästekeeper dabei die Sicht. Den Gästen lief nun die Zeit davon. Zwei Minuten vor Spielende nahmen sie ihren Goalie zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Ihr Mut wurde jedoch nicht belohnt: Bis zur Schlusssirene fielen keine weiteren Treffer.
Helling trotz Mängeln mit dem Ergebnis zufrieden
Durch den hart umkämpften Heimerfolg behauptet der EHC Königsbrunn seinen Platz im Mittelfeld der Bayernliga-Tabelle. Um den Anschluss an die Spitzengruppe herzustellen, ist am kommenden Wochenende jedoch eine Leistungssteigerung notwendig, da sich das Team ungewohnt viele Fehler im Spielaufbau leistete. EHC-Trainer Maxi Helling zog nach der Schlusssirene dennoch ein positives Fazit:
„Das erste Drittel war relativ ausgeglichen, wobei Kempten da schon gute Aktionen hatte. Wir sind dann besser ins zweite Drittel gekommen, haben es defensiv gut gespielt und dann auch gute Chancen erspielt. Im Schlussabschnitt haben wir leider den Ausgleich kassiert, die Mannschaft hat den Fehler aber wieder gutgemacht und sich den Sieg geholt.“
Tore: 0:1 Seider (Kokoska, Kulhanek) (12.), 1:1 Rodrigues (Maylan, Kaiser) (14.), 1:2 Kokoska (Elo, Hlozek) (19.), 2:2 Sternheimer (Riedl, Länger) (31.), 3:2 Farny (Trupp, Rodrigues) (38.), 3:3 Elo (Kokoska, Nöß) (50.), 4:3 Maylan (Sternheimer, Länger) (56.)
Strafminuten: EHC Königsbrunn 2 ESC Kempten 10 Zuschauer: 404
Bildmaterial: Florian Klinger

