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12. Oktober 2026

EHC Königsbrunn zahlt bitteres Lehrgeld in Buchloe

12. Oktober 2026Allgemein

Der EHC Königsbrunn kommt in der neuen Saison weiter nicht in Schwung. Beim ESV Buchloe mussten sich die Brunnenstädter am Wochenende mit 5:8 geschlagen geben und kassierten damit bereits die zweite Niederlage in Folge. Entscheidend war ein kollektiver Blackout im ersten Drittel: Innerhalb von nur drei Minuten schlug es viermal im Königsbrunner Tor ein.

Gut besetzt, aber früh unter Druck

Dabei war der EHC mit einem gut besetzten Kader nach Buchloe gereist. Trainer Maxi Helling hatte seine Reihen umgestellt und Kevin Hu, den Top-Scorer der vergangenen Spielzeit, gemeinsam mit Marco Sternheimer und Tim Bullnheimer in die erste Formation beordert. Zwischen den Pfosten begann Nico Hetzel, Robin Rieger nahm zunächst auf der Bank Platz. Die Gastgeber mussten dagegen mit einem vergleichsweise dünnen Aufgebot auskommen und konnten mit 15 Feldspielern gerade noch drei Reihen bilden.

Erstes Drittel wird zum Wendepunkt

Zunächst schien der EHC die Partie kontrollieren zu können. Königsbrunn kam mit Tempo aus der Kabine, suchte früh den Abschluss und setzte die Hausherren unter Druck. Der erste Treffer fiel dennoch auf der Gegenseite: In der dritten Minute nutzten die Pirates einen Konter zur 1:0-Führung. Eine Spieldauerstrafe gegen die Hausherren und die daraus resultierende fünfminütige Überzahl brachte den Gästen zwar durch Stefan Rodrigues den Ausgleich, doch mehr sprang aus der numerischen Überlegenheit nicht heraus. Stattdessen kippte die Begegnung wenig später dramatisch. Kurz vor Ablauf einer Buchloer Überzahl fiel das 2:1, anschließend verlor der EHC komplett den Zugriff. Die Pirates trafen innerhalb kürzester Zeit dreimal nach und zogen auf 5:1 davon. Auch eine Auszeit von Trainer Helling konnte den Lauf der Gastgeber nicht stoppen. Nach dem fünften Gegentreffer war für Nico Hetzel Schluss, Robin Rieger übernahm im Königsbrunner Tor.

Königsbrunn zeigt Reaktion

Im zweiten Drittel zeigte der EHC eine Reaktion. Moritz Weißenhorn verkürzte nach Vorarbeit von Tim Bullnheimer in der 22. Minute auf 5:2, wenig später brachte Peter Brückner die Gäste mit einem energischen Sololauf und einem präzisen Handgelenkschuss weiter heran. Königsbrunn hatte nun deutlich mehr Spielanteile und erhöhte den Druck, blieb vor dem Tor aber nicht konsequent genug. Buchloe präsentierte sich dagegen eiskalt: In der 32. Minute nutzten die Pirates erneut einen schnellen Gegenangriff und stellten auf 6:3. Kurz vor Drittelende musste ein weiterer Buchloer Spieler vorzeitig vom Eis, doch auch die folgende fünfminütige Überzahl konnte der EHC zunächst nicht nutzen.

Späte Hoffnung hält nur kurz

Auch im Schlussabschnitt blieb Königsbrunn bemüht, fand gegen kompakt verteidigende Buchloer aber zu selten die Lücke. Als die Gastgeber in der 45. Minute auf 7:3 erhöhten, schien die Partie endgültig entschieden. Marco Sternheimer antwortete zwar nur eine Minute später nach Vorarbeit von Steffen Tölzer und Tim Bullnheimer, doch die Zeit lief den Gästen davon. Fünf Minuten vor dem Ende nahm Helling Torhüter Robin Rieger zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Der Mut wurde zunächst belohnt: David Farny traf in der 59. Minute nach Zuspiel von Kevin Hu zum 7:5. Die Hoffnung auf eine späte Aufholjagd währte allerdings nur Sekunden. Buchloe setzte mit dem 8:5 den Schlusspunkt.

Helling findet klare Worte

Unter dem Strich stand ein verdienter Sieg für den ESV Buchloe, der seine Chancen konsequenter nutzte und seine Offensivstärke eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der EHC dagegen zahlte vor allem für den schwachen ersten Abschnitt teuer und konnte die Hypothek aus den frühen Gegentoren nicht mehr entscheidend verkleinern. Entsprechend deutlich fiel die Analyse von Trainer Maxi Helling aus: „Das erste Drittel war eine absolute Frechheit von der Mannschaft. Wir waren nicht vorbereitet, dazu kam unsere schlechte Pass- und Schussqualität. Wir haben unseren Goalie komplett im Stich gelassen; beiden Goalies kann ich keinen Vorwurf machen. Im zweiten Drittel haben wir uns gefangen, das hat aber nichts genutzt, weil wir unsere Chancen nicht verwertet haben. Individuell rufen wir einfach nicht unser Können ab. Wir müssen uns nun aus dem Tabellenkeller kämpfen und endlich beginnen, Eishockey zu spielen.“

Tore: 1:0 Lutz (Raposo, Nieberle) (3.), 1:1 Rodrigues (Maylan) (8.), 2:1 Cabral (Gabrielson, Grötzinger) (16.), 3:1 Telesz (Nieberle, Strodel) (17.), 4:1 Cabral (Gabrielson) (18.), 5:1 Strodel (Cabral, Thiel) (19.), 5:2 Weißenhorn (Bullnheimer) (22.), 5:3 Brückner (27.), 6:3 Telesz (Cabral, Thiel) (32.), 7:3 Krammer (Raposo, Brandt) (45.), 7:4 Sternheimer (Bullnheimer, Tölzer) (46.), 7:5 Farny (Hu, Sternheimer) (59.), 8:5 Gabrielson (Grötzinger, Raposo) (60.)

Strafminuten:  ESV Buchloe 54     EHC Königsbrunn 8     Zuschauer: 421

Bildmaterial: https://diz-pix.de/

Goalie Robin Rieger wurde nach dem fünften Treffer der Pirates eingewechselt.